Dieses digitale Tool dient als Entscheidungshilfe für Fachkräfte, die mit Personen arbeiten, bei denen ein potenzielles Risiko für sexualisierte Gewalt gegen Kinder besteht. Es unterstützt Sie dabei:
Das Tool ist in mehrere Abschnitte gegliedert:
Hinweis: Für die Nutzung dieses Tools ist kein spezielles Expertenwissen erforderlich. Die Vertrautheit mit der Person wird jedoch wertvolle Informationen liefern, die Ihnen helfen, den Fall zu bearbeiten und bei Bedarf an die richtige Stelle zu überweisen.
Bitte beantworten Sie die folgenden Fragen, um festzustellen, ob eine weitere Bewertung mit dem Hexagon-Tool erforderlich ist.
Caution: We would like to point out that the majority of research is based on male samples, and it appears plausible that different risk dynamics may be present in non-male persons of concern.
Zunächst ist es hilfreich, bestimmte Fakten zu berücksichtigen, wie häufig sexueller Kindesmissbrauch auftritt oder wie hoch der Anteil von Tätern ist, die rückfällig werden. Solche Zahlen helfen Ihnen, eine Grundlage für Entscheidungen zu schaffen.
Konsum, Besitz, Produktion und Verbreitung von CSAM ist ein wachsendes Problem. In Deutschland hat sich beispielsweise die Anzahl der von der Polizei bearbeiteten Fälle zwischen 2018 und 2021 jährlich verdoppelt. In Europa berichten 2 bis 4 von 100 Personen in der Allgemeinbevölkerung über die Nutzung von CSAM (Lehmann et al., 2023).
Weltweit sind etwa 1 von 8 Mädchen und 1 von 17 Jungen von Hands-on-sexuellem Missbrauch betroffen, während etwa 1 von 3 Mädchen und 1 von 6 Jungen von Hands-off-sexuellem Missbrauch betroffen sind.
Trotz dieser hohen Prävalenz von CSAM-Konsum und lebenslanger Viktimisierung sind die Zahlen für sexuelle Rückfälle deutlich niedriger: Weltweit werden etwa 1 von 10 Sexualstraftätern innerhalb von fünf Jahren nach der Entlassung mit einer weiteren Sexualstraftat rückfällig. In Deutschland wurden beispielsweise 1 von 25 Tätern des sexuellen Kindesmissbrauchs innerhalb von sechs Jahren nach der Entlassung erneut wegen sexuellen Kindesmissbrauchs verurteilt. In der Schweiz wurden 1 von 20 Personen, die wegen des Konsums von CSAM verurteilt wurden, in den folgenden sechs Jahren wegen Sexualdelikten polizeilich erfasst.
In männlichen Stichproben äußerten zwischen sechs und 10 von 100 Studienteilnehmern pädophile Neigungen. In einer repräsentativen Bevölkerungsstichprobe von 10.044 tschechischen Teilnehmern war hebephiles Interesse bei 9 von 100 Personen vorhanden (1 von 6 Männern und 1 von 100 Frauen), und pädophiles Interesse war bei 1 von 100 Personen vorhanden (1 von 50 Männern und 1 von 250 Frauen).
Hinweis: Eine bestätigte Diagnose von Pädophilie ist keine notwendige Bedingung für Kindesmissbrauch und auch nicht gleichbedeutend mit dem Überschreiten der Schwelle zum tatsächlichen sexuellen Missbrauch eines Kindes, obwohl die Störung das Risiko, solche Straftaten zu begehen, deutlich zu erhöhen scheint. Es wurde jedoch festgestellt, dass bis zu 70% der Täter von sexuellem Kindesmissbrauch kein sexuelles Interesse an Kindern haben.
Basierend auf Ihren Antworten ist keine Bewertung mit dem Hexagon-Tool erforderlich.
Da keine der Screening-Fragen mit "Ja" beantwortet wurde, besteht derzeit kein Anlass zur Sorge bezüglich eines sexuellen Interesses an Kindern oder eines Risikos für sexuellen Kindesmissbrauch.
Bitte geben Sie grundlegende Informationen zum Fall ein.
Ist die verfügbare Information ausreichend, um die Person mit Hilfe des Tools zu bewerten?
Hinweis: Auch wenn die Informationen unvollständig sind, können Sie das Hexagon trotzdem verwenden. Die Entscheidungshilfe hilft Ihnen, fehlende Informationen hervorzuheben und sich auf die relevanten Informationen zu konzentrieren, auf die Sie Zugriff haben. Sie kann auch bei ersten Interaktionen mit der betroffenen Person helfen und Ihren Ansatz zur Gewinnung hilfreicherer Informationen strukturieren.
For a preliminary assessment, you are asked to answer the questions of the following three areas. Each question represents a relevant enabler of future offending, thus implying an acute risk for potential victims.
Caution: We would like to point out that the majority of research is based on male samples, and it appears plausible that different risk dynamics may be present in non-male persons of concern.
Typically, there is a substantial risk if there are two or more areas of concern...
Caution: We would like to point out that the majority of research is based on male samples, and it appears plausible that different risk dynamics may be present in non-male persons of concern.
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Bitte fassen Sie die wichtigsten Ergebnisse des Risk und Protection Radar zusammen. Ziel ist es, ein individuelles Risiko- und Schutzprofil zu erstellen.
Basierend auf den obigen Bewertungen, entscheiden Sie, wie mit dem Fall weiter verfahren werden soll:
Hinweis: Die identifizierten Risikobereiche und Schutzdefizite können miteinander interagieren. Ein umfassender Interventionsansatz sollte sowohl die Risikominderung als auch die Stärkung der Schutzfaktoren berücksichtigen.
Interventionstyp:
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